Geschichte

Ein wichtiger Einschnitt für die Probstei war die Einverleibung Schleswig-Holsteins in den preußischen Gesamtstaat 1867, nachdem Preußen den Krieg gegen Österreich 1864-1866 gewonnen hatte. Die Probstei wurde dem Kreis Plön zugeschlagen und befand sich von nun an unter preußischer Verwaltung, Rechtsprechung und Steuergesetzgebung. Vor allem durch die preußische Gemeindeordnung änderte sich das Leben in der Probstei, nicht nur durch die Neuordnung der Gebiete sondern vor allem durch die Trennung von Verwaltung und Justiz. Bis 1947 blieb Schleswig-Holstein preußische Provinz, und so wurden auch die Lutterbeker preußische Staatsbürger und mussten als solche an den preußischen und deutschen Kriegen teilnehmen.

 

Durch die Nähe zum Kriegshafen Kiel wurde Lutterbek besonders im 2. Weltkrieg in Mitleidenschaft gezogen. Wenn auch im Dorf selbst nur die Schule und die Schmiede direkt von Bomben getroffen wurden, so lag die Umgebung doch während der gesamten Dauer des Krieges unter Beschuß.

 

Mit dem Entstehen des Landes Schleswig-Holstein und dem endgültigen Ende des Staates Preußen 1947 wurde Lutterbek endgültig als Gemeinde Teil des Amtes Probstei. Von den in Lutterbek einquartierten Kriegsflüchtlingen blieben nicht viele in Lutterbek, bereits 1956 lag die Zahl der Einwohner wieder bei 313. Durch seine bevorzugte Lage und die Erneuerung des Dorfes in den frühen achtziger Jahren ist die Zahl der Lutterbeker Einwohner bis zum Jahr 2000 auf 421 angestiegen.

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