Neujahrsempfang 2018

Neujahrsempfang der Gemeinde Lutterbek 2018

Wolf Mönkemeier überraschte die Lutterbeker mit „Bernd“ und seiner selbst gebastelten Puppe „Jürgen“. Foto Stoltenberg

Launiger Empfang mit kritischen Zwischentönen

Trotz aller politischen Streitigkeiten im Vorfeld entschied sich Bürgermeister Wolf Mönkemeier dafür, den Neujahrsempfang sehr launig zu gestalten. Mönkemeier verzichtete deshalb auf eine umfangreiche Bilanz des vergangenen Jahres und überraschte seine Mit-Lutterbeker im Dorfgemeinschaftshaus mit einem ganz besonderen Gast. Und der nannte sich zwar „Bernd“, entpuppte sich aber als urkomische Stimmungskanone Andreas Schauder vom Kieler „Lüdemann-Theater“.

Aber bevor der Bernd den Lutterbekern einen launigen Start ins neue Jahr bereitete, nutzte Wolf Mönkemeier die Gelegenheit, um zu erklären, warum er nicht über „zu laute Springbrunnen“ oder ein angeblich rechtswidriges Innenbereichsgutachten zu sprechen, das die Lutterbeker im vergangenen Jahr beschäftigte. Immerhin, so Mönkemeier, habe er in einer Einwohnerversammlung das Thema umfangreich behandelt. Beim diesjährigen Neujahrsempfang ging es vielmehr um den „Fokus der Dorfgemeinschaft“ und das Engagement der Ehrenamtlichen auch in Lutterbek. Mönkemeier: „Alles, was wir hier geschaffen haben, wäre ohne das Ehrenamt gar nicht möglich gewesen.“ Mönkemeier betonte noch einmal die Bedeutung der Feuerwehr mit ihren wichtigen Aufgaben und distanzierte sich gleichzeitig von einem Schreiben der SPD, in dem „die Feuerwehr gemaßregelt werde.“ Auch von „Stimmungsmache“ war die Rede. Der SPD-Ortsverein hatte das Innenbereichsgutachten als „rechtswidrig“ bezeichnet, weil im Lutterbeker Außenbereich acht bis zehn Wohneinheiten entstehen könnten, obwohl von den laut Landesplanung insgesamt möglichen 18 Wohneinheiten im Innenbereich bis zu 16 möglich wären.

Der Bürgermeister lobte aber auch die Lutterbeker Landwirte, die immer, wenn Hilfe vonnöten sei, mit dem Trecker oder anderen Gerätschaften aushelfen würde. Und er lobte auch jene Lutterbeker, die ganz von sich aus Straßenschilder reinigen oder Jene, die das Dorfgemeinschaftshaus sauber halten. Und dann wurden bei der Pflege der Dorfgemeinschaft die Lachmuskeln der Anwesenden strapaziert, als „Bernd“ alias Andreas Schauder seine Vorstellungen von „non verbalen Deeskalationsstrategien“ zu präsentieren. Die fielen dann doch recht wortreich aus, wobei die von der Westküste nicht eben im besten Licht erschienen. Aber auch der Rest des hohen Nordens bekam von dem Mann, der ansonsten auf einem imaginären Fischtrawler arbeitet, sein Fett weg. Legendär auch die Erkenntnis, dass „Füße in einer Reihe seien sollten, damit man nicht voreinander steht“. Und immer wieder wurden Lutterbeker mit einbezogen, auch vor den Sternensingern machte der Bernd nicht Halt. Die sangen zusammen mit Pastor Christoph Thoböll und sammelten für Kinder in Indien. Legendär war schließlich das heitere Kinofilm-Raten mit der aus maritimen Utensilien gebastelten Puppe „Jürgen“. Und die Lutterbeker waren erstaunlich flink, als es darum ging, durch kleine, aber markante Gesten von „Jürgen“ Kinoklassiker wie E.T., der weiße Hai oder Basic Instinct zu erraten. Belohnt wurden sie mit Pfefferminzbonbons. Im Anschluss daran hatten die Lutterbeker Gelegenheit, bei Kuchen, Schmalzbrot und Getränken ihr persönliches Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen.

(Text: Stoltenberg / Probsteier Herold)

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